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Reiseeindrücke: Arusha

Arusha: ca. 0,27 Mio. Einwohner (Stand/2009)
Tanzania: ca. 42,5 Mio. Einwohner
Bevölkerungswachstum 2008: 2,7%
Einwohner je km²: 45
Bruttonationaleinkommen je EW bei KKP 2008: 1.230 USD


13.11.2010 Arusha: Als wir im Arusha-Hotel eingetroffen waren, führte ich zunächst ein Telefonat mit Peter Munene, dem Leiter des DSW-Länderbüros Tansania. Wir verabredeten uns für den nächsten Morgen um 8:30 Uhr. Es sollte eine ganztägige Tour zu verschiedenen Aktionsorten der DSW stattfinden.

14.11.2010 Arusha: Im DSW-Länderbüro besprachen wir eine Fahrt zum Faraja Vocational Training-Center. Es handelt sich dabei überwiegend um ein Frauenhaus für junge Mädchen, die Opfer sexueller und familiärer Gewalt geworden sind. Sie wurden schwanger, dann von Ehepartnern oder Freunden verlassen oder von der eigenen Familie verstoßen. Nun stehen sie ohne Ausbildung mit ihren Kindern alleine da. In diesem Trainigs-Center waren 24 junge Frauen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren und etwa 10 Kinder untergebracht. Der Besuch dieses Centrums war für uns sehr anrührend, da die Frauen uns sehr freundlich empfangen haben und auch im weiteren Verlauf unseres Besuches alles unternahmen, damit wir uns wohlfühlten. Sie trugen Gesänge vor, haben uns ihre Kinder gezeigt, ihre Küche gezeigt und vor allen Dingen die verschiedenen Aufgaben, die sie in dem Frauenhaus durchführen. Sie lernen, wie man Stoffe färbt, wie man Zeichnungen macht und kleine Näharbeiten durchführt. Dadurch können sie Produkte herstellen, die auf der Straße oder anderweitig zu verkaufen sind. So erzielen sie zumindest ein kleines Einkommen. Der Aufenthalt in diesem Frauenhaus eröffnet für junge, schwangere Mädchen neue Lebensperspektiven. Ohne diese Unterstützung hätten sie eine sehr viel schwierigere Zukunft vor sich. Von ihrem Selbstbewusstsein waren wir beeindruckt. Dieses Trainingscenter wird im Übrigen von der Europäischen Union gefördert. Dazu wurde eine sogenannte Co-Finanzierung von der MUT-Stiftung durchgeführt, um überhaupt EU-Fördergeld zu bekommen. Die wichtigste Person des Faraja Vocational Training-Centers war die Leiterin, Mama Sira.

Anschließend gab es ein Gespräch mit einem TV-Sender und der Presse zu unseren Aktivitäten. Nach dem Essen und dem äußerst freundlichen Abschied besuchten wir einen Jugendclub namens Tupendane, was soviel heißt wie 'lets love each other'. Dieser Jugendclub wird ebenfalls von der DSW betreut. Teilnehmer dieses Clubs sind nur Mädchen. Wir führten eine recht witzige Diskussion. Uns wurde gezeigt, was die Mädchen an Handarbeiten und welche sonstigen Produkte sie hergestellt haben. Die verkaufen sie natürlich auch, um dadurch ihr Einkommen zu verbessern. Ich fragte sie, warum sie in dem Club Mitglied sind. Und vor allen Dingen, wie die jungen Männer darauf reagieren, wenn sie hören, dass sie in diesem Club etwas über Sexualität, Gesundheit und Familienplanung lernen. Die Antworten waren eindeutig. Alle waren der Meinung, dass ihnen jetzt mehr Respekt entgegengebracht würde und, dass sie eine höhere Attraktivität - auch für die jungen Männer haben. Das war ein allseits begrüßtes Ergebnis und eine Würdigung der Arbeit dieses Jugendclubs. Und es zeigt, wie eine derartige Arbeit auch junge Männer zu beeinflussen vermag. So entwickelt sich aus deren größerer Hochachtung vor den jungen Frauen eine verbesserte Familienplanung.

Den Nachmittag beendeten wir mit dem Besuch eines kommunalen Instituts für Weiterbildung für junge Menschen. Auch hier hat die DSW eine Kooperation, um die jungen Menschen mit Informationen und Wissen über Sexualität, Gesundheit und Familienplanung auszustatten. Diese jungen Menschen führten in unserem Beisein eine äußerst interessante Diskussion über ihre Zusammenarbeit mit den lokalen Politikern bzw. der kommunalen Behörde. Auch sie berichteten, dass ihnen durch die Arbeit in den Jugendclubs mehr Respekt und Hochachtung entgegen gebracht würde als vorher. Wir haben sowohl hier als auch bei dem Faraja Vocational Training-Center natürlich über unseren Flug um Afrika berichtet. Dabei haben wir vor allen Dingen bestätigt, dass wir inzwischen durch selbst gesammelte Eindrücke ein ganz anderes Bild von Afrika gewonnen haben. Nicht die negativen Nachrichten, sondern die positiven aus den bisher von uns besuchten Ländern überwiegen.

Für uns war es ein sehr abenteuerlicher und ausgesprochen interessanter Tag mit vielen Kontakten zu jungen Menschen aus Tansania.

Morgen früh werden wir eine Tour mit einem Veranstalter zur Serengeti durchführen, einmal übernachten und am folgenden Tag weiter fliegen nach Lilongwe.

15.11.2010 Tarangire Nationalpark und Krater Ngorongoro: Heute sollte es mit einem Fahrer und einem Jeep zum Tarangire Nationalpark gehen. Im Grunde genommen ist das die Serengeti, wie sie Bernhard Grzimek seinerzeit beschrieben hat.
Nach einer Fahrt von ca. 3 Stunden durch Arusha und einige andere kleinere Städte, erreichten wir den Nationalpark. Dort machten wir mit unserem Fahrer Mohamed eine ausführliche Tour, die uns durch die gesamte Serengeti führte. Im Tarangire Nationalpark lebt pro km² die höchste Anzahl von Elefanten weltweit. Tatsächlich sahen wir davon auch sehr viele durch das Gebiet streifen. Wir begegneten ebenfalls Gruppen von Giraffen, Herden von Gnus, Zebras und auch einigen afrikanischen Straußen. Auch mehrere Geparden und nicht zuletzt Antilopen, die 'Hauptspeise' der Löwen, konnten wir beobachten. Es ist ein besonderes Erlebnis, einen ganzen Tag durch so ein riesiges Gebiet zu fahren und dabei ständig verschiedene Tierarten in freier Wildbahn zu erleben.

Nachdem wir die Rundfahrt im Nationalpark beendet hatten, ging es mit Mohamed weiter zum Krater Ngorongoro. Es handelt sich dabei um einen Vulkankrater. Er hat einen Radius von 30 km und eine Fläche von mehr als 260 km². Wir waren sehr gespannt darauf, in diesen Krater fahren zu können, um dort am nächsten Tag wilde Tiere zu beobachten.
Zunächst einmal übernachteten wir aber im Hotel Serena am Kraterrand. Von diesem Hotel waren wir doch positiv überrascht. Es ist nur aus Lava-Natursteinen gebaut. Alle Zimmer haben einen Blick vom Kraterrand in den Krater hinein. Es liegt ungefähr noch 500 bis 600 m über dem Boden des Kraters. Insgesamt hat der Krater eine Höhe von ca. 3.000 m. Dementsprechend war es hier auch deutlich kühler, nachts nur etwa 15°.

Wir haben den Abend damit verbracht, einer Massai-Tanzgruppe zuzusehen und anschließend vom Buffet zu essen.

16.11.2010 Krater Ngorongoro und Arusha: Am nächsten Morgen war der Krater von tief hängenden Wolken vernebelt und es regnete. Es schien also, ein nicht so schöner Tag zu werden. Entsprechend haben wir unser Regenzeug angezogen und sind mit dem Jeep wieder weiter in den Krater hinein gefahren. Und siehe da: Die Tiere zeigten sich trotz des schlechten Wetters. Diesmal sahen wir vor allem Büffel, aber auch größere Zebra- und Antilopenherden. Außerdem begegneten wir einer Löwengruppe, mehreren Geparden, Schakalen und Hyänen. Am Nachmittag stießen wir dann noch auf Nilpferde. Als Höhepunkt zog ein Spitzmaulnashorn mit seiner typisch massigen Gestalt, den kurzen Beinen und den berühmten beiden Hörnern vorbei. Wir konnten es von der Straße aus beobachteten. Am Schluss unserer Rundfahrt am Nachmittag, sahen wir mehrere - durchaus als riesig zu bezeichnende - Waldelefanten mit sehr großen Stoßzähnen. Es handelte sich jeweils um Elefantenbullen. Mit einem fantastischen Überblick über das gesamte Vulkangebiet endete unsere Tour.

Als wir am Abend in Aruhsa angekommen waren, baten wir unseren Fahrer Mohamed, uns in die Stadt Arusha auf den zentralen Markt zu begleiten. Hier werden alle erdenklichen Arten von Gemüse, Fleisch aber auch Bekleidung angeboten. Es herrschte ein extrem großes Gewühl. Wir wurden nicht wesentlich stärker beachtet als andere Marktbesucher, die sich dort wie wir drängelten. In der anbrechenden Dunkelheit konnte ich noch zwei Fotos machen. Danach sind wir ins Hotel gefahren, um uns auf den nächsten Tag, den Flug nach Lilongwe vorzubereiten.

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