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Flight Log: Hannover EDDV -- Cascais LPCS 08.01.2018/09.01.2018


Montag, 08.01.2018 - Hannover - Cascais

Der Abschied in Hannover - in Dunkelheit mit einigen sehr sehr lieben Freunden, Familie und natürlich Abschied von Marie und Aniko und von unserem Betreuer der DEMCA, Herrn Müller - hat uns super gefallen. Wir sind dann im Dunkeln über den Flughafen gestochert. Mit Hilfe unseres Displays konnten wir den Taxiway tatsächlich zur 09 links finden und die Maschine so vorbereiten, dass der Start durchgeführt werden konnte.

Kurt war etwas aufgeregt, weil er das erste Mal in eine so dunkle Nacht gestartet ist aber das Vertrauen in seine Instrumente wurde erheblich gestärkt, nachdem wir nach einer Viertelstunde tatsächlich eine gewisse Sicht in der Morgendämmerung hatten und sogar ein bisschen von der Stadt Hannover sehen konnten. Nach etwa 20 Minuten war dann sogar die Sonne am Horizont zu sehen, als wir unsere 10.000 ft erreicht hatten, das heisst die Reiseflughöhe und mit dieser mussten natürlich die Checklisten zu Ende durchgearbeitet werden, damit der Flug auch lange dauern kann und darf. Sofort haben wir natürlich angefangen mit dem Fuel Management, das heisst, wir mussten immer darauf achten, aus welchem Tank jetzt Avgas genommen wird und in den linken Flügeltank rüber gepumpt wird, damit immer genügend Treibstoff vorhanden ist. Nach einer Stunde hatten wir die Route bis Biarritz schon auf dem Display und einen Rückenwind von etwa 15 KT, so dass es zügig voran ging mit einer Geschwindigkeit über Grund zwischen 135 und 145 KT - das ist schon mal was! Aber die Freude war nicht allzu lange, denn irgendwann konnten wir nichts mehr sehen. Wir waren in den Wolken und hatten auch kleinen Eisansatz, den wir mit unserer TKS-Anlage natürlich beseitigen mussten. Aber, oh Wunder, als wir aus den Wolken raus waren, sahen wir die Alpen auf der linken Seite und Kurt hielt mir einen Vortrag darüber, welche Art von Alpen es an dieser Stelle seiner Meinung nach sein müssten. Zwischendurch haben wir immer wieder Avgas-Management gemacht und darauf geachtet, dass unsere Maschine genügend Sprit bekommt.

Mit dem Rückenwind änderte es sich etwas: als wir in die Nähe der Pyrenäen kamen, zunächst ein Seitenwind von 45 KT. Die Maschine musste schon etwas schief fliegen und dann kam noch hinzu: durch die Pyrenäen ein Gegenwind von 10 KT, so dass wir etwas langsamer wurden, als wir es uns tatsächlich gewünscht haben. In der ganzen Zeit waren wir - wie man auf den Bildern auch sehen kann -, am Werke wie die Schreibtischarbeiter. Das sind eben die Piloten, die immer nur sonntags fliegen und die noch ihre Funksprüche aufschreiben. Aber so ist das, jeder macht es halt anders. Während der ganzen Zeit hat uns das i-pad sehr geholfen, sowohl die Wetterdaten, den Flugweg als auch Informationen von den einzelnen Flugplätzen zu bekommen, die als sogenannten Alternates also als Alternative für den eigentlichen Zielflugplatz in Frage kommen. Als wir dann an Biarritz vorbei waren und ins Baskenland hineingeflogen sind, konnten wir immer noch die Pyrenäen bestaunen, insbesondere die Wolkenbedeckung mit Schnee. Übrigens lag auch im Baskenland noch eine ganze Menge Schnee. Als wir im Baskenland waren, mussten wir allerdings feststellen, dass die Funkverständigung deutlich schlechter wurde. Nicht etwa, dass man die Leute nicht von der Lautstärke hören konnte, sondern das spanische Englisch war uns doch einigermaßen fremd und man musste doch mal öfter nachfragen und sich mal etwas buchstabieren lassen, damit man auf dem richtigen Weg blieb. Wir mussten dann über Spanien nochmal auf 11.000 ft steigen, weil angeblich die minimale Sicherheitshöhe entsprechend war. Aber wir haben das zur Kenntnis genommen und sich entsprechend verfahren. An der Grenze zu Portugal - und da hatten wir schon fünfeinhalb Stunden hinter uns gehabt - kamen dann die portugiesischen Controller, die ein sehr gutes Englisch sprachen und deren Anweisungen für uns auch sehr gut und eingängig waren, so dass wir auf den Flugkarten und dem i-Pad die entsprechenden Destination, die wir anfliegen sollten und die Wegpunkte auch tatsächlich gefunden haben. Das war bei den Spaniern nicht immer so. Uns wurde angewiesen, in Cascais auf dem sog. VOA-Anflug 35 (350 Grad) anzufliegen, um dann kurz vor dem Flugplatz ein sog. Circle to Land durchzuführen, also am Flugplatz vorbeizufliegen und einzudrehen und auf die 17 (170 Grad Landerichtung) einzuschwenken und dann zu landen.

Bei wunderschönem Wetter, nicht sehr starkem Wind hatten wir gute Sicht über die ganze Stadt und sind dann auf der Landebahn gelandet, entsprechend vom Tower auf unsere Parkposition dirigiert worden und schon war eine sehr hübsche Handlingagentin vor Ort. Sie hat als erstes erst einmal einen Tankwagen besorgt, ein Taxi und wie könnte es anders sein, die alten Herrschaften einzeln erst einmal zur Toilette gebracht, da nach 9 Stunden und 46 Minuten das eine oder andere Bedürfnis doch etwas dringender wird. Nachdem wir getankt hatten - wie man auf den Bildern sieht -, machte sich Erschöpfung breit, wir gingen in die Knie, ließen uns zum Taxi bringen und ins Hotel und: Ja, guten Abend.

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Packerei beendet
Packerei beendet
Kurt freut sich
Marie getestet
Aus der Nacht in die Sonne
Die Stimmung steigt bei Kurt
Kapitän bei der Arbeit
Route bis Biaritz im Blick
Alpenblick
Pyrinäen in Sicht
Schreibtischtäter unterwegs
Noch ein Schreibtischflieger
Schnee im Baskenland
Anflug Cascais. Hinein ins Häusermeer
Final VOR 35 Approach
Empfang sieht gut aus
Findet Kurt auch
Erschöpfung zeigt Spuren
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