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Flight Log: Vancouver CYVR -- Fort McMurray CYMM 03.09.2007

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Vancouver (CYVR) Kamloops (CYKA)

Date (local): 01.09.2007
Strecke: 175 NM
geplante Flugzeit: 1h 17min
Filed Route: : JANEK V338 LYTON B10 YKA DCT
ATIS Vancouver: Info V Time 2000 wind 250/09kts clds few 04 few 150 Vis 30km temp 18/12 QNH 30.04:
Clearance: radar vec dep sa FLP
Take Off Time (UTC): 20:50
Take Off Time (local): 13:50
ATIS Kamloops: not available :
Landing Time (UTC): 22:20
Landing Time (local): 15:50


Kamloops (CYKA) Fort McMurray

Date (local): 03.09.2007
Strecke: 563 NM
geplante Flugzeit: 3h 56min
Filed Route: DCT YKA V323 YNY V302 YEG/N0125F160 V21CALLY/N0125F150 V21
ATIS Kamloops: not available
Clearance: as FLP
Take Off Time (UTC): 17:00
Take Off Time (local): 10:00
ATIS Fort McMurray: Info K 1900 wind 350/05kts vis 15km clds 02 few 08 few 095 overc. Temp 17/12 QNH 29,95 rwy 25 in use contact 118,1
Landing Time (UTC): 20:17
Landing Time (local): 16:17

01.09.2007 Vancouver/Kamloops: Nach dem Start in Vancouver schlugen wir direkt die Richtung nach Kamloops ein. Vorher hatten wir entschieden, nicht mit dem Auto dorthin zu fahren, sondern auf dem Weg nach Fort McMurray, für einen Tag eine kurze Zwischenlandung in Kamloops einzulegen.

Der Controller brachte uns auf die Höhe von 12.000 ft. Dies war nötig, da die Rocky Mountains schon dicht hinter Vancouver eine große Höhe erreichen, die man bei einer Fahrt mit dem Auto nicht wahrnahm. Unsere vorgegebene Höhe von 12.000 ft erreichten wir relativ schnell. Es herrschte sehr schönes Sightseeing-Wetter. Bei aufgelockerter Cumulusbewölkung konnten wir unter anderem etliche Schmelzwasserflüsse und Gletscher erkennen.

Nach nur 45 Minuten flogen wir an der Bergarbeitersiedlung Logan Lake vorbei. Dort lebt der Vater von Uwe Thomas, Hans Carsten Carstensen. Bei klarer Wetter konnten wir ein sehr schönes Foto machen.
Kurze Zeit nach Logan Lake kam die Stadt Kamloops in Sicht. Kamloops hat etwa 60.000 Einwohner und liegt in einem riesigen Talkessel an einem Fluss. Interessanterweise hat diese Stadt ein deutlich anderes Klima als ihre Umgebung, denn einfallende Sonnenstrahlen erwärmen diesen Kessel besonders. Von unserem Flugzeug aus konnten wir verstreut Siedlungen, Gewerbegebiete und Fabriken auf beiden Seiten des Flusses sehen.

Der Fluglotse des Flugplatzes in Kamloops erlaubte uns den Sinkflug auf 8.000 ft, so dass wir uns unterhalb der Cumuluswolken befanden und einen Sichtanflug auf Kamloops einleiten konnten. Um die restliche Höhe abzubauen, drehten wir zwei Schleifen über der Stadt und landeten schließlich sicher. Wir nahmen unsere Parkposition ein und vertäuten die Marie.

Da wir für den Weiterflug nach Fort McMurray weder AvGas noch sonst irgendetwas benötigten, konnten wir uns kurze Zeit später ein Auto mieten, mit dem wir weiter nach Logan Lake fuhren.

03.09.2007 Kamloops/Fort McMurray: Nachdem wir in Logan Lake und in Kamloops jeweils eine Nacht verbrachten, ging es morgens wieder zum Flugplatz. Der Sicherheitschef begrüßte uns fröhlich und brachte uns zu unserem Rosen-Flieger. Er zeigte seine Begeisterung über die Bemalung und freute sich, dass Deutsche bei einem Weltumflug Kanada besuchten. Wir brachten unser Gepäck zu unserer Maschine, bereiteten sie vor und ließen dann den Motor an.
Kurz bevor wir Funkkontakt mit den Fluglotsen von Vancouver Center aufnehmen wollten, kam der Sicherheitschef im Laufschritt und mit winkenden Armen auf uns zu. Bei uns regte sich das schlechte Gewissen, denn wir hatten keine Landegebühr bezahlt. Uns fiel uns aber ein, dass wir in Kanada überhaupt noch keine Landegebühren bezahlen mussten - offenbar sind die hier nicht üblich.

Wir rollten mit unserer Maschine und laufendem Motor dem Sicherheitschef entgegen und öffneten noch einmal die Tür. Der Sicherheitschef erklärte uns, dass ein Fernsehteam des örtlichen Fernsehsenders in der Abfertigungshalle wartete und gern ein Interview mit den 'deutschen Weltumfliegern', die hier Verwandte besucht haben, führen möchte. Wir mussten schmunzeln, rollten mit der Marie wieder zurück zum Flughafengebäude und stellten sie dort ab.
Als wir ausstiegen kam das Fernsehteam auf uns zu und war erfreut, uns gerade noch erwischt zu haben. Es stellte sich heraus, dass Freunde von Hans Carsten Carstensen, nämlich Bob und dessen Frau Lore, den Fernsehsender auf uns aufmerksam machten. So kam diese Sendung zustande. Wir wurden interviewt und berichteten über unsere Weltumfliegung, über den Besuch bei meinem Vater in Logan Lake und über unsere weiteren Pläne. Der Fernsehmoderator war sehr begeistert und stellte immer wieder neue Fragen. Ich bemühte mich, die Fragen auf Englisch zu beantworten, was nicht immer leicht fiel.

Nach etwa 15 Minuten stiegen wir wieder in unsere Maschine und starteten erneut. Die Kontaktaufnahme zum Fluglotsen in Kamloops war unproblematisch. Wir bekamen die Freigabe für einen Direktflug nach Fort McMurray und rollten selbstständig auf die Bahn zum Abflug. Zum Abschied drehten wir eine lang gestreckte Kurve über Kamloops. Anschließend stiegen wir auf 12.000 ft, später auf 15.000 ft, um die Rocky Mountains zu überwinden und nach Fort McMurray zu kommen.
Es war ein sehr schöner Sightseeing-Flug. Aufgrund geringer Bewölkung sahen wir die Zentralmassive der Rocky Mountains sehr deutlich. Wir bestaunten gigantische Bergmassive, majestätische Berggipfel, riesige Gletscher und Felsformationen, die in dieser Größe sehr selten zu sehen sind.
Es herrschte ein Rückenwind von über 30 kts, das heißt, wir wurden mit 50 km/h geschoben, sodass die Gesamtflugzeit nach Fort McMurray sich gegenüber dem ursprünglichen Plan um mehr als eine Stunde verkürzte.

Nachdem wir das Hauptmassiv der Rocky Mountains überflogen hatten, wurden die Berge wesentlich kleiner. Es kamen über 100 km lang gestreckte, riesige Wälder auf der östlichen Seite der Rocky Mountains in Sicht, die immer mehr in die Ebene der kanadischen Prärie verliefen. Wir sahen sehr große Flächen, auf denen offenbar Getreide angebaut und Viehwirtschaft betrieben wurde, allerdings in einer Größenordnung, wie sie in Deutschland nicht anzutreffen ist.

Der Rückenwind hielt weiterhin an. Wir reduzierten unsere Flughöhe auf 9.000 ft, auch um Sauerstoff zu sparen, denn unsere Sauerstofffüllung soll schließlich bis Deutschland reichen. Als einer der beiden Tanks auf Reserve ging, was uns eine entsprechende Blinkanzeige meldete, war der Flugplatz Fort McMurray bereits in Sicht. Wir begannen zu sinken und landeten auf dem Flugplatz in Richtung Westen. Obwohl der Flugplatz von Fort McMurray nur eine Bahn hat, waren die Angaben des Fluglotsen im Tower leider sehr schwer nach zu vollziehen. Daher brauchten wir einige Zeit, bis wir den entsprechenden Taxiway und das Büro unseres Handlingagenten, das in einer Tankstelle untergebracht war, fanden und wir dort schließlich von ESSO den erforderlichen Sprit bekamen.

Uns wurde ein Taxi gerufen und in einem entsprechenden Wagen brachten wir unser Gepäck zum Taxi.

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Start in Vancouver
Start in Vancouver
Die Rocky Mountains sind bereits vor Kamloops hoch
Das Schmelzwasser der Gletscher rauscht gen Pazifik
Logan Lake – hier ist Hans Carsten Carstensen zu Hause
Kamloops liegt noch vor den ganz hohen Rocky Mountains
Diese Wasserbecken gehören zur Papierfabrik in Kamloops
Unsere Zwischenlandung in Kamloops
Wir verlassen Kamloops mit einem Blick auf die Papierfabrik
... jetzt geht es so richtig in die Berge
... einfach gigantisch
Immer wieder sehen wir riesige Gletscher und den Lake Louise
... mit viel Schnee und ewigem Eis
Da kann man landen – muss man aber nicht
Highway to ...?
Ganz selten sehen wir solche Siedlungen
Airfield Fort McMurray
Immer diese Schlepperei