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Reiseeindrücke: Anchorage -- Prince Rupert

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Prince Rupert, Stadt im Nordwesten Kanadas: ca. 0,015 Mio. Einwohner
Kanada: ca. 32 Mio. Einwohner
Bevölkerungswachstum 2004: 1,1 %
Einwohner je km² : 3,2


28.08.2007 Prince Rupert: Nach der Landung in strömendem Regen begaben wir uns ins Flughafengebäude. Dort erkundigten wir uns beim Tankwart über Möglichkeiten, von der Insel, auf der der Flugplatz liegt, zum Festland in unser Hotel zu kommen.
Er bestellte ein Wassertaxi und begleitete uns sogar zur Fähranlegestelle. Nur fünf Minuten später war das Wassertaxi da und nahm außer Hans Christian und mir noch eine Gruppe von Holzfällern mitsamt ihrer Ausrüstung wie Kreissägen, Blattsägen und etlichen großen Kanistern, die auf das Wassertaxi gewuchtet wurden, mit. Die Holzfäller konnten kaum glauben, dass wir mit einer Cessna 206 vom fernen Germany nach Prince Rupert kamen. Nun stellten sie Fragen über Fragen und wir versuchten diese zu beantworten.

Nach einer halben Stunde legten wir am Festland an. Das Wetter wurde einfach nicht besser. Die Wolken hingen tief und es war bereits dunkel, als das Wassertaxi anlegte. Der Tidenhub an diesem Teil des Pazifiks beträgt etwa sechs, sieben Meter. Und da gerade Ebbe herrschte, mussten wir mit unserem Gepäck diesen Höhenunterschied über eine schräg stehende Metallbrücke bewältigen. Der Bootsführer bot sich an, uns mit dem Gepäck in unser Hotel zu bringen. Das war eine sehr nette Geste. Man sagt den Kanadiern ohnehin nach, dass sie sehr hilfsbereit seien. Sie helfen sich sowohl gegenseitig als auch anderen unaufgefordert, wenn diese Hilfe benötigen.

Im Hotel angekommen, erhielten wir unsere Zimmer und dann ein wunderbares Abendessen aus Steak und Lachs. Das Hotel war ausgebucht. Es liegt an einer Steilküste mit schönem Blick auf den See - wenn das Wetter ihn zulässt. Ungefähr ein Drittel der dortigen Gäste war deutschsprachig. Es handelte sich sowohl um Touristen aus Deutschland als auch aus Kanada und den USA, die deutschstämmig oder zumindest die deutsche Sprache konnten. Das eine oder andere Gespräch wurde an diesem Abend in Deutsch geführt. Sogar im Hotel waren die Schilder zweisprachig in Englisch und Deutsch.

Am nächsten Morgen war das Wetter noch schlechter geworden. Es goss wie aus Eimern. Ein Kreuzfahrtschiff lief gerade in die Bucht ein. Noch hofften wir für unseren Start auf besseres Wetter. Es war leider vergeblich.
Eine Fähre brachte uns hinüber zur Insel. Dort angekommen, fuhren wir mit einem Flughafenmitarbeiter in dessen Auto zum Flugplatz und gingen in den Briefingraum, wo wir unseren Flug vorbereiten konnten. In Regenjacken gekleidet, liefen wir schließlich zum Flugzeug und mussten dabei aufpassen, keine nassen Füße zu bekommen.

Besonders das Wetter hat dafür gesorgt, dass Prince Rupert auf uns nicht den Eindruck eines besonders erholsamen Ortes machte. Mit ein bisschen Fantasie konnten wir uns aber sehr wohl vorstellen, wie schön diese Bergwelt bei Sonneschein sei.

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Ein Kreuzfahrtschiff legt im strömenden Regen an
Ein Kreuzfahrtschiff legt im strömenden Regen an
Echt mieses Wetter
Ein Wassertaxi, auf dem wir einen sehr freundlichen Kapitän trafen